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Nicole Junkerman, Porträt, Ende des Oktobers 2026

Notizen

Nicole Junkerman über das Ende des Oktobers 2026

Ein Monat, der sich ohne Aufwand abschließen lässt, und ein ruhiger Blick auf den November.

Der Oktober hört leise auf. Keine Feiertagswoche schneidet ihn ab, kein Jahreswechsel verlangt eine Bilanz, und am letzten Abend sieht es aus wie am vorletzten. Nicole Junkerman hält das für seine beste Eigenschaft.

Ein Monat, der sich schließen lässt

Einunddreißig ähnliche Tage hintereinander sind selten geworden. Was Anfang des Monats begonnen wurde, hatte Zeit, Fahrt aufzunehmen, und was nicht begonnen wurde, fehlt jetzt auch nicht. Beides ist in Ordnung, und beides muss niemandem erklärt werden.

Dass ein Monat so endet, ist keine Selbstverständlichkeit. Der Juli lässt sich kaum abschließen, weil immer noch etwas möglich wäre, und der Dezember schließt sich zu laut. Der Oktober hört einfach auf, an einem gewöhnlichen Abend, und man merkt es erst am nächsten Morgen.

Die Jahreszeit tut dabei das Ihre. Die Abende sind seit Wochen dunkel, die Wege haben sich verkürzt, und der Kalender hat sich von selbst gelichtet. Vieles, was im September noch gleichzeitig möglich schien, hat sich inzwischen sortiert, ohne dass jemand eine Entscheidung treffen musste.

Was bleibt und was nicht

Was bleibt, ist meistens klein. Zwei Gewohnheiten, die gehalten haben, ein paar Wege zur richtigen Stunde, ein Buch, das tatsächlich zu Ende gelesen wurde. Mehr darüber steht unter Lesen.

Was nicht bleibt, ist ebenso aufschlussreich. Die Termine, die vorsorglich eingetragen wurden, die Liste, die niemand noch einmal angesehen hat, der Vorsatz vom Monatsanfang. Nichts davon fehlt am letzten Tag, und das ist ein brauchbarer Hinweis für den nächsten Monat.

Nicole Junkerman schreibt so etwas gern am Monatsende auf, in drei Zeilen und ohne Bewertung. Ein Jahr später ist das die nützlichste Seite im ganzen Heft, weil sie festhält, was wirklich getragen hat.

Wichtig ist dabei, nichts daraus zu machen. Eine Liste am Monatsende ist keine Prüfung und kein Vorsatz für den nächsten Monat. Sie hält nur fest, was von selbst stattgefunden hat, und genau das ist die Information, die im Januar fehlt.

Der Blick auf den November

Der November hat einen schlechteren Ruf, als er verdient. Er bringt dieselbe klare Luft wie der Oktober, nur mit weniger Erwartung, und wer den Herbst bis hierher mochte, wird auch die nächsten Wochen mögen. Die Wege bleiben ohnehin dieselben, sie werden nur kühler und etwas kürzer.

Nicole Junkerman mag an diesen Tagen vor allem, dass niemand mehr etwas beweisen will. Der Herbst ist angekommen, der Winter ist noch nicht da, und dazwischen liegt eine Woche, in der alles einfach weiterläuft.

Vorbereiten lässt sich daran wenig, und viel ist auch nicht nötig. Es genügt, für den kommenden Monat weniger zu versprechen, als er hergibt, und den Rest dem Licht zu überlassen. Wege und Notizen dazu stehen unter Reisen.

Wie dieser Monat begonnen hat, steht im Beitrag über den Oktober 2026. Alle weiteren Einträge sammelt der Blog.

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